KALIS AMTS http://www.kalis-amts.de KALIS Arzneimitteltherapiesicherheit Tue, 23 Feb 2016 15:56:32 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.1.18 Clindamycin-Wechselwirkung mit Vitamin-K-Antagonisten http://www.kalis-amts.de/?p=5404 http://www.kalis-amts.de/?p=5404#comments Tue, 06 May 2014 13:13:44 +0000 http://h2287961.stratoserver.net/wordpress/?p=5404 Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert über die vom Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC), einem Unterausschuss des Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), empfohlenen Änderungen der Produktinformationstexte zu Clindamycin-haltigen Arzneimitteln: bei der Verabreichung von Clindamycin wurde ein Anstieg des INR (International Normalised Ratio)-Wertes beobachtet, wenn die Patienten gleichzeitig Vitamin-K-Antagonisten zur Blutverdünnung erhielten.

Nachdem die genannte Wechselwirkung untersucht wurde, kam der PRAC zu dem Schluss, dass in Fach- und Produktinformationen zu Arzneimitteln, die Clindamycin enthalten, ein entsprechender Hinweis zur Comedikation mit Vitamin-K-Antagonisten aufgenommen werden muss. Patienten, die die Arzneimittel-Kombination erhalten, sollten engmaschig kontrolliert werden, um schnell auf die Veränderung der Blutgerinnungsparameter reagieren zu können.

Die Inhaber entsprechender Zulassungen sind vom BfArM angehalten, ihre Texte entsprechend anzupassen.

Quelle:
http://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/TA/PRAC-Signal/SB-clindamycin.pdf?__blob=publicationFile&v=1

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Tetravac® nur bis zum fünften Lebensjahr http://www.kalis-amts.de/?p=5407 http://www.kalis-amts.de/?p=5407#comments Mon, 05 May 2014 13:18:44 +0000 http://h2287961.stratoserver.net/wordpress/?p=5407 Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat eine Arzneimittelsicherheitsnachricht herausgegeben, in der sie impfende Ärzte daran erinnert, dass der Vierfach-Impfstoff Tetravac® nicht mehr nach dem fünften Lebensjahr angewendet werden soll.

Tetravac® ist eine Impfstoffkombination, die gegen Diphterie, Tetanus, Pertussis und Poliomyelitis immunisieren soll. Die Grundimmunisierung mit Tetravac® erfolgt in der Regel ab einem Alter von zwei Monaten: im Abstand von vier bis acht Wochen werden drei Impfdosen verabreicht und im zweiten Lebensjahr – etwa sechs bis zwölf Monate nach der Grundimmunisierung – wird noch einmal mit Tetravac® aufgefrischt. Dies ist auch möglich, wenn die Grundimmunisierung mit einem anderen Impfstoff als Tetravac® durchgeführt wurde.

Nach dem fünften Lebensjahr sollte der Vierfach-Impfstoff jedoch nicht mehr angewendet werden. Danach sollte eine Immunisierung nur noch mit einer reduzierten Konzentration an Diphterie- und Tetanus-Toxoid erfolgen. Zum Vergleich: Tetravac® enthält eine zehnfach höhere Konzentration an Diphterie- und eine doppelt so hohe Konzentration an Tetanus-Toxoid wie die für Erwachsene und Kinder ab drei bzw. vier Jahren zugelassenen Vierer-Kombinations-Impfstoffe Repevax® und Boostrix®.

Beim Zulassungsinhaber waren vermehrt Meldungen über unerwünschte Arzneimittelwirkungen eingegangen, bei denen Tetravac® bei Erwachsenen bzw. Kindern über fünf Jahren angewendet worden war. Der höher dosierte Impfstoff war angewendet worden, weil die Booster-Impfstoffe Repevax® und Boostrix® scheinbar nicht zur Verfügung gestanden hatten.

Quelle:
http://www.akdae.de/Service/Newsletter/Archiv/DSM/2014-12.html

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Bedrohliche Antibiotika-Resistenzen http://www.kalis-amts.de/?p=5413 http://www.kalis-amts.de/?p=5413#comments Wed, 30 Apr 2014 08:49:08 +0000 http://h2287961.stratoserver.net/wordpress/?p=5413 Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: In ihrem ersten „Global Report on antibiotic Resistance“ warnt diese vor einer ernsthaften, weltweit-ausgeprägten Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Antibiotika-Resistenzen.

Das stetig zunehmende Auftreten Antibiotika-resistenter Keime (z. B. in Krankenhäusern oder in der Tiermast) und die damit einhergehende abnehmende Wirksamkeit von Arzneimitteln gegen Infektionserkrankungen sind bereits seit längerem Thema des öffentlichen Interesses. Doch so vehement wie der Ende April von der WHO herausgegebene Report warnte bisher keiner. Die folgenden Kernaussagen verdeutlichen umso mehr wie drastisch die Situation bereits jetzt ist:

  • In etlichen Ländern sind Carbapeneme gegen resistente Klebsiella pneumoniae bereits bei der Hälfte der Betroffenen unwirksam. K. pneumoniae zählt zu den Hauptverursachern von Pneumonien, Sepsis, Infektionen bei Neugeborenen und bei Patienten auf Intensivstationen.
  • In vielen Ländern sind Fluorochinolone bei mehr als der Hälfte der Patienten gegen Harnwegsinfektion-verursachenden E. coli nicht mehr wirksam.
  • In Österreich, Australien, Kanada, Frankreich, Japan, Norwegen, Slowenien, Südafrika, Schweden und UK versagen Cephalosporine der dritten Generation zur Behandlung der Gonorrhö. Täglich infizieren sich mehr als eine Million Menschen weltweit mit der sexuell übertragbaren Erkrankung.
  • Aufgrund von Antibiotika-Resistenzen dauern Erkrankungen länger und das Mortalitätsrisiko ist erhöht (z. B. bei Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA)-Infektion um 64% erhöhte Mortalität).

Der stellvertretende WHO Direktor für Gesundheitssicherheit Dr. Fukuda warnt, dass die Welt ohne dringende und koordinierte Aktionen vieler Stakeholder in eine Nach-Antibiotika-Ära gerät, in der Infektionen und sogar geringe Verletzungen, die jahrzehntelang gut behandelt werden konnten, tödlich verlaufen können.
Es muss auf bessere Hygienemaßnahmen, Infektionskontrollen in Gesundheitseinrichtungen sowie auf ausreichende Impfungen geachtet werden. Nachwievor stellt der gezielte und korrekte Antibiotika-Einsatz durch die Ärzte einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung weiterer Resistenzbildungen dar: Die Verschreibung von Antibiotika sollte nur erfolgen, wenn tatsächlich unbedingt notwendig und genaue Untersuchungen zur Findung gezielter Wirkstoffe sollte dem Einsatz von Breitband-Antibiotika vorgezogen werden.

Quelle:
WHO’s first global report on antibiotic resistance reveals serious, worldwide threat to public health

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Online Risiken und Nebenwirkungen von Arzneien prüfen http://www.kalis-amts.de/?p=5630 http://www.kalis-amts.de/?p=5630#comments Thu, 22 Aug 2013 18:39:10 +0000 http://h2287961.stratoserver.net/wordpress/?p=5630 Bielefelder Forscher erhalten Gründerstipendium für Unternehmensidee
Die Medizininformatiker Alban Shoshi und Dr. Sebastian Janowski von der Universität Bielefeld haben ein Informationssystem entwickelt, das unerwünschte Arzneimittelwirkungen anzeigt. Die Idee: Nutzer können auf einer Internetseite beispielsweise prüfen, welche unerwünschten Wirkungen ein Medikament hat, unter welchen Bedingungen es nicht genommen werden darf und welche Arzneien sich nicht vertragen. Das Geschäftsvorhaben heißt „KALIS“. Die Abkürzung steht für Krankheiten-Arzneimittel-Lebensmittel-Informationssystem. Für ihr Geschäftsvorhaben haben die beiden Forscher jetzt die Zusage für ein Gründerstipendium in Höhe von 78.000 Euro aus dem Förderprogramm EXIST des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten.

Das Konzept des Systems und der Businnessplan des Geschäftsvorhabens wurden bereits im „startklar“-Businessplanwettbewerb OWL 2011/12 mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Das Gründungsprojekt wird vom Zentrum für Unternehmensgründung (Zug) der Universität Bielefeld begleitet, fachlich betreut wird es von Professor Dr. Ralf Hofestädt von der Technischen Fakultät der Universität.

Die Gründungsidee der beiden Wissenschaftler geht auf ihre Forschung in der Bioinformatik und der medizinischen Informatik zurück. Alban Shoshi und Sebastian Janowski befassen sich mit der Analyse von Informationen über unerwünschte Arzneimittelwirkungen.

Das Informationssystem KALIS richtet sich an Mediziner, Krankenkassen, Apotheken, Pflegeheime und Patienten. Nutzer müssen lediglich die verordneten Medikamente eingeben. Das Programm wertet daraufhin die Arzneien automatisch auf ihre Risiken aus. Dafür greift es auf eine interne Datenbank zurück, in der zum Beispiel verzeichnet ist, welche Wirkstoffe sich nicht miteinander vertragen oder sich gegenseitig verstärken und welche Wirkstoffe zu Unverträglichkeit bestimmter Lebensmittel führen. Zusätzlich zu Wechselwirkungen von Medikamenten ermittelt das System alternative Therapien. Potenzielle Kunden sollen nicht nur online auf das System zugreifen können, das Programm soll auch in einer Version ausgeliefert werden, die ohne Internetzugriff funktioniert.

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Gründer der Universität Bielefeld siegen beim Wettbewerb startklar http://www.kalis-amts.de/?p=5596 http://www.kalis-amts.de/?p=5596#comments Mon, 02 Jul 2012 14:04:57 +0000 http://h2287961.stratoserver.net/wordpress/?p=5596 Alban Shoshi und Sebastian Jan Janowski mit bestem Geschäftskonzept
Gegen 31 innovative Geschäftsideen setzen sich die Doktoranden der Bielefelder Universität Alban Shoshi und Sebastian Jan Janowski mit ihrem Konzept KALIS bei der zweiten Auflage des OWL-Businessplanwettbewerbs startklar durch.

Das Unternehmenskonzept von KALIS konnte sich am Dienstagabend (3. Juli) im Centrum Industrial IT in Lemgo gegen insgesamt neun Finalisten durchsetzen und den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis gewinnen. Gründer von KALIS sind Alban Shoshi und Sebastian Jan Janowski, Technische Fakultät, Arbeitsgruppe Bioinformatik. KALIS steht für ein webbasiertes Informationssystem zur patientenindividuellen Arzneimittel-Risikoprüfung. Beide Gründer werden derzeit vom Zentrum für Unternehmensgründung – ZUg der Universität Bielefeld betreut.

Alban Shoshi promoviert im Bereich der medizinischen Informatik an der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld in der AG Bioinformatik. Ebenso wie Shoshi promoviert auch Sebastian Jan Janowski bei Professor Dr. Ralf Hofestädt. Sein Promotionsthema ist im Centrum für Biotechnologie (CeBiTeC) angesiedelt und liegt im Bereich biomedizinische Netzwerk-Modellierung, -Visualisierung und -Analyse.

Aus der Arbeit an ihren Promotionsvorhaben heraus entwickelte sich die Gründungsidee. Gegenstand des Unternehmens ist ein webbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe Mediziner, Krankenkassen, Apotheken, Pflegeheime und Versicherte Medikamente auf Wechselwirkungen prüfen und damit die Qualität der Behandlung steigern können.

Ziel ist es anhand der entwickelten Software ein System bereitzustellen, das vor wechselseitigen, medikamentösen Unverträglichkeiten warnt. Es soll von medizinischen Einrichtungen genutzt werden, um so Patienten zu schützen und letztendlich entstehende Kosten durch unbeabsichtigte Arzneimittelinteraktionen zu vermeiden. Eine weitere Komponente des Systems erlaubt dem Nutzer die Einsicht in alternative Therapien.

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